Tonsillektomie – Tag 6: Entlassung

Freitag, der 4. April 2008, 15:35 Uhr von admin

Ich darf Nachhause! Endlich. Um ca. 09:30 Uhr komme ich Zuhause an und lege mich erstmal schlafen – natürlich erst nachdem ich Mails gecheckt habe. Danke lieber Wortteufel nochmal für die Genesungswünsche!!!

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Tonsillektomie – Tag 5: Zu früh gefreut

Donnerstag, der 3. April 2008, 15:35 Uhr von admin

Mein Zimmernachbar darf das Krankenhaus verlassen. Ich bleibe noch eine Nacht. Während das Sägewerk geschlossen wird und ich mich darüber freue, kommt ein neuer Patient neben mich. Oh nein! Ein älterer Herr (ca. 78 Lenze alt) der Sauerstoff bekommt. D.h. die Flasche die zwischen Beatmungsschlauch und Sauerstoffleitung ist blubbert 24 Stunden am Tag. JUHUUU!
Der Gute Mann versucht mehrfach Fern zu sehen, ist aber scheinbar zu stolz mich zu fragen wie man den Ton anmacht. Am Abend lasse ich mich herab ihm mitzuteilen, dass er für Fernsehen mit Ton Kopfhörer braucht. Schließlich bin ich sogar so nett ihm welche zu kaufen (bezahlt hat er sie), da er nicht aufstehen kann. Ich bekomme Besuch von Emanuel und später von Sylvia. Sie ist die Letzte die mich besucht. Danke allen die vorbei gekommen sind. Die Nacht ist okay. Gegessen habe ich heute nur etwas Kartoffelsalat und ich habe mich an einer Frikadelle versucht. Gut, ich habe sie unter Schmerzen verschlungen…

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Tonsillektomie – Tag 4: Schmerz

Mittwoch, der 2. April 2008, 15:34 Uhr von admin

Der OP-Tag rückt weiter weg, aber die Schmerzen nehmen mehr und mehr zu. Sie werden punktueller und die Schluckschmerzen werden heftiger. Ich verweigere das Frühstück und versuche mich nur am Nudelauflauf zum Mittagessen. Die Schmerzen sind abartig, aber ich habe Hunger. Ab ca. 14:30 geben sich die Besucher die Klinke in die Hand: Erst Flo, dann André, dann Theresa und schließlich Hanna. André und Hanna gehen gegen 18:45 Uhr und ich beginne mit den Kreuzworträtseln in der “Frau aktuell” die mir eine Patientin geschenkt hat. Die Nacht ist erstaunlich ruhig. Morgen wird mein französischer Zimmernachbar entlassen. Und bis Freitag werde ich wohl hoffentlich alleine bleiben….!

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Tonsillektomie – Tag 3: Essversuche

Dienstag, der 1. April 2008, 15:34 Uhr von admin

Es ist ca. 08:00 Uhr als das Frühstück kommt. Wieder Toast, Schinken und Käse – wie bestellt. Außerdem ein Croissant. Ich versuche zu essen. Das Croissant schaffe ich. Aber Schmerz sei Dank verzichte ich auf das Toast. Sonst sind die Schmerzen durchaus im Rahmen, sodass ich mich recht gut fühle. Ich gehe trotz Verbot duschen und ziehe mich normal an (Jeans, Hemd, Strümpfe usw. was meine Besucher immer wieder verwundert, da ich nicht aussehe wie einer der im Krankenhaus ist. Zum Mittagessen gibt es Kräuterreis, Geschnetzeltes und Erbsen. Es schmeckt fad, aber ich esse es. Dafür verzichte ich später dann auf das Abendessen. Flo und Hanna besuchen mich und ich genieße die Stunden die ich nicht alleine bin. Der Herr in meinem Zimmer ist immernoch ziemlich k.o. und schläft 80% des Tages. Am Abend lese ich Zeitung und werde später noch von meinem Bruder besucht der mir zwei Kugeln Eis vorbei bringt. Danke!

Die Nacht verläuft bis ca. 00:00 Uhr planmäßig. Bis ich aufwache. Jeweils zu 50% geweckt durch das Sägewerk im Nachbarbett, das ich trotz Ohrenstöpseln höre, und die wahnsinnigen Schmerzen die sich anfühlen wie ein gebrochener Kiefer mit Mittelohrentzündung und einem Riss in der Zunge. Ich lasse mir von der Nachtschwester eine Schmerztablette geben und liege dank genanntem Sägewerk noch bis ca. 04:00 Uhr wach im Bett. Schließlich und endlich schlafe ich ein.

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Tonsillektomie – Tag 2: OP-Tag

Montag, der 31. März 2008, 15:33 Uhr von admin

Aufstehen um 08:10 Uhr, Duschen, Rasieren, Zähne putzen und anschließend in den tollen OP-Kittel schlüpfen. Ich werde von den Schwestern in den OP gefahren und muss noch ein paar Minuten im Vorraum warten.`Die Geräusche die aus dem OP kommen sind alles andere als beruhigend, aber watt mut, dat mut.
Ich werde in den OP gefahren, lege mich auf den OP-Tisch und werde festgeschnallt. Der Anästhesist fängt ohne etwas anzukündigen damit an die Braunüle zu legen und lässt auch sofort die Narkose beginnen. Er hätte wenigstens sagen können “Ich fange jetzt an” oder so… Nichts. Arsch!

Um 10:30 – eine Stunde nachdem ich aus dem Zimmer abgeholt wurde – wache ich auf. Ich bekomme Schmerzmittel per Infusion. Trotzdem habe ich Schmerzen im Mund. Vor allem die Zunge tut weh.
Wenige Minuten nachdem ich aufwache, bekomme ich einen Zimmernachbarn. Er kommt von Zuhause, kommt ins Zimmer, zieht sich um und wird ca. 30 Minuten darauf in den OP gebracht. Auch ihm werden die Mandeln entfernt. Er ist Franzose, spricht nur wenig Deutsch und macht einen leicht heruntergekommenen Eindruck. Eine weitere Stunde später wird er wieder zurückgebracht. Er HAT die “Scheiß-Egal-Pille” genommen. Man merkts. Von ihm hört man den ganzen Tag nicht viel mehr als ein gleichmäßiges Schnarchen, Gurgeln und Husten. Zwischendurch muss er mehrfach Blut ausspucken und geronnenes Blut abhusten… Zum Abendessen serviert man mir Toast, Schinken und Käse. Ich ziehe es jedoch vor noch nichts zu essen.

Mein Bruder und mein Vater besuchen mich, aber ich bin nicht in der Stimmung Besuch zu haben. Ich kann kaum sprechen, fühle mich als sei meine Zunge etwa 4 mal so dick wie sonst und habe Schmerzen. Die Nacht beginnt gegen 19:30 Uhr und ich schlafe immer nur für ca. 10-15 Minuten, da ich bei jedem Schlucken wach werde.

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Tonsillektomie – Tag 1: Ankunft

Sonntag, der 30. März 2008, 15:31 Uhr von admin

Heute um 16:00 Uhr war André so nett mich ins Krankenhaus zu fahren. Danke hierfür nochmal! Vom Zimmer bin ich angenehm überrascht. Hell, recht groß, schönes Bad und großer Balkon. “Nur” ein Fernseher für zwei, aber noch bin ich ja allein.
Später kommen noch Daniel, Sonja und Lydia zu Besuch und wir haben ein paar nette Momente auf dem Balkon in der Sonne. Wenn das Wetter schon so ist, muss man es ja genießen…

Am Abend kommt der Narkosearzt – auch Anästhesist genannt – um mit mir zu besprechen, wie die OP abläuft. Ich frage ihn ob ich auf die “Scheiß-Egal-Pille” verzichten kann, weil ich gehört habe, dass einem davon schlecht wird und man den ganzen OP-Tag in die Tonne treten kann. Nachdem er mir mehrfach ausweicht und erzählt, dass diese Pille SUPER-WICHTIG wäre habe ich ihn so weit, dass er sagt, dass eine Narkose auch ohne möglich sei und mache ihm klar, dass ich diese Pille nicht nehmen will. Er mault noch ein bisschen rum, akzeptiert es aber doch. Wenn man bekannten Ärzten trauen darf, ist diese Pille nur dazu da, dass man den Ärzten im OP vor der eigentlichen Narkose nicht das Ohr abkaut oder eben für Leute die WIRKLICH aufgeregt sind.

Am Abend werde ich beim Fern sehen von Geschrei gestört. Der Gute Mann aus dem Privatzimmer neben mir ruft um Hilfe. Ich ignoriere es, weil ich davon ausgehe, dass die Nachtschwester es wohl hören wird. Schließlich ist das Zimmer keine 5m vom Schwesternzimmer entfernt. Nach 10-15 Minuten stehe ich dann aber doch auf und alarmiere die Schwester. Sie war mit der Kollegin der Nachbarstation rauchen und hatte den Herren der aus dem Bett gefallen war nicht gehört. Okay…

Die Nacht verläuft ruhig. Ich schlafe gut – bin ja noch allein im Zimmer.

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