Sind sie reif?

Mittwoch, der 5. November 2008, 00:03 Uhr von admin

Je mehr ich davon ausgehe, dass Obama die Wahl in den USA gewinnt, desto unsicherer werde ich mir ob die Amerikaner reif für einen Präsidenten wie ihn sind. Natürlich sollte man seine Entscheidung nicht abhängig von der Hautfarbe machen, aber gerade die ist es die mir Sorgen bereitet.

Für mich sieht es nach Außen so aus, als herrsche in den USA noch immer ein latenter Rassismus, der sich geschichtsbedingt besonders gegen Schwarze richtet. Und genau deshalb hoffe ich, dass Obama die Reihe von   Lincoln, Garfield, McKinley und Kennedy nicht fortsetzen wird – aber ich befürchte es.

Bleibt zu hoffen, dass Amerika sich weiterentwickelt hat.

Meine Stimme hätte Obama und das weil ich davon überzeugt bin, dass die Demokraten die zukunftsweisenderen Ansichten vertreten, sich weltoffener und weniger aggressiv verhalten und eben auch dem entsprechend regieren.

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  1. richard Sagt:

    jaja die finger aufs auland richten während bei uns schwarze durch die strassen gejagt werden. eine urdeutsche eigenschaft…. niemals wirklich versuchen eigene probleme zu lösen sondern eher darauf hinweisen, das andere angeblich noch größere probleme haben

  2. Hannes Sagt:

    Oh, da ist aber jemand kritisch. Der Beitrag zielte jedoch ausschließlich auf die USA – so weit richtig. Jedoch glaube ich noch viel weniger, dass Deutschland reif für einen schwarzen oder gar jüdischen Kanzler wäre. Das hat nichts mit meiner persönlichen Meinung gegenüber Schwarzen oder Juden zutun, sondern soll nur aussagen, dass ich denke, dass die Gesellschaft hierfür (leider) noch nicht bereit ist. Hätte Obama in Deutschland zur Wahl gestanden, hätte ich vermutlich einen ähnlichen Beitrag geschrieben – nur eben auf Deutschland gemünzt.

    Deshalb finde ich Deine Kritik teilweise unberechtigt – oder sehe ich das ganz falsch?

  3. richard Sagt:

    ja, aber eins darf man nicht vergessen. obama hat es geschafft sich durchzusetzen und ich bezweifle das er es in deutschland geschafft hätte. es gab ja schon sehr viele, die gegen eine frau als kanzler waren und das obwohl wir europäer angeblich die krönung der zivilisation und des liberalen gedanken sind. es ging mir nicht um kritik an dir sondern eher um das prinzp :)

  4. Hannes Sagt:

    Ich bezweifle auch, dass er es in Deutschland geschafft hätte – und natürlich gehört schon einiges dazu sich durchzusetzen, aber das ändert ja nichts daran, dass ich mich ein bisschen darum sorge, dass er eben wie Kennedy & Co. endet weil es eben noch eine Minderheit in den USA gibt die rassistische Gedanken pflegen. Und zum einen glaube ich, dass diese Minderheit größer ist als manch einer vermutet und zum anderen gibt es diese rassistischen Minderheiten überall. In den USA, in Europa und auch in Afrika etc. Es gibt genug Beispiele die man nennen könnte. Seien es die Ausländer-Hatzen durch (vorwiegend ost-)deutsche Städte, die Jagd auf Weiße/Albinos in Schwarzafrika oder auch der Hass auf Schwarze der ja auch gerne mal der amerikanischen Polizei unterstellt wird.

    Allein der aktuelle politische Bezug war es, der mich zu meinem Beitrag bewogen hat.

  5. Manu Sagt:

    Ich muss Richard zustimmen, dein kommentar, Johannes, setzt deinen Beitrag zwar in ein wesentlich besseres Licht, aber ich hätte mir gewünscht das du irgendwie das auch in deinen Beitrag eingebaut hättest, das “wir” noch viel weniger reif dafür wären.
    Ich bin im übrigen sehr gespannt wie begeistert die Europäer und die Deutschen im speziellen in einem Jahr noch sind… Ich gehe davon aus das Obama uns viel mehr Verantwortung abverlangen wird als es dem ein oder anderem lieb ist und dann können wir nicht mehr mit dem Finger auf die bösen USA zeigen.. na ich bin gespannt :)

  6. richard Sagt:

    ich kann auch nur ergänzend hinzufügen, ich wollte dir damit nicht unterstellen, das du deinen beitrag 100% so siehst. ich weiss, das du in diesem punkt auch eine differenzierte meinung besitzt. mein kommentar war eher als ergänzung dazu gedacht.

  7. Manu Sagt:

    passend dazu noch: http://www.titanic-magazin.de/index.php?eID=tx_cms_showpic&file=uploads%2Fpics%2F1104-schwarzer-praesident_01.jpg&bodyTag=%3Cbody%20bgColor%3Dwhite%20leftmargin%3D%220%22%20topmargin%3D%220%22%20marginwidth%3D%220%22%20marginheight%3D%220%22%3E&wrap=%3CA%20href%3D%22javascript%3Aclose%28%29%3B%22%3E%20%7C%20%3C%2FA%3E&md5=1c58fb9dbee8c0e84a8d20ea7371f045 :)

  8. Hannes Sagt:

    Nee, find ich nicht. Ich finde, dass ich durchaus nicht immer vor meiner eigenen Tür kehren muss, bevor ich mich darum sorge wie es mit Obama weitergeht. Obama wird nunmal amerikanischer Präsident – nicht deutscher. Hätte ich zu Zeiten der Wahl von Frau Merkel geblogt, hätte ich mich wahrscheinlich ähnlich kritisch geäußert.

  9. richard Sagt:

    ich finde schon das man einige probleme erst selbst lösen muss bevor man andere deswegen angreift. denn wer ohne sünde ist, werfe den ersten stein. es wirkt doch mehr als komisch wenn man anderen lösungen vorschlägt oder sie verurteilt, ohne das man die gleichen probleme lösen kann oder will. wenn mir jemand einen ratschlag gibt, erwarte ich doch das er das auch in so einer situation anwenden würde. das hat für mich etwas mit persönlicher integrität zu tun.
    wie es mit obama weitergeht ist wirklich mehr als spannend. denn der wahlkampf wurde auch hier mehr als emotional gezeigt. das größere problem ist das wir kaum etwas wissen über seine politischen überzeugungen. es war ein wahlkampf in dem es darum ging: alt versus jung, schwarz vs. weiss, charismatisch vs. nicht charismatisch. es können da wirklich noch einige überraschungen auf uns zukommen was die aussenpolitik betrifft. vorallem weil beide kandidaten auch schwer einzuschätzen waren und meinungen zb. während der bankenkrise geändert haben. das würde mir mehr sorgen bereiten als der punkt, das die amerikaner einen latenten rassismus haben und ihren präsidenten nicht mehr mögen.

  10. Manu Sagt:

    Kann Richard nur zustimmen!

    Was mir auch sorge bereitet ist, das Obama gefeiert wird wie ein Heilsbringer, der die ganze Welt jetzt in Ordnung bringt, aber er alleine wird nicht viel ändern können und ich bin sehr gespannt was passiert wenn die Massen begreifen das sie auch Verantwortung übernehmen müssen…

  11. Hannes Sagt:

    Ich finde nicht, dass ich die Amerikaner angegriffen habe. Ich habe lediglich meiner Sorge das Leben Obamas betreffend Ausdruck verliehen und sie halbsaiten begründet. Viel mehr wollte ich eigentlich nicht.

  12. richard Sagt:

    hehe ok dann ist die diskussion etwas ausgeufert aber war wenigsten interessant ;) aber in einem punkt muss ich dir recht geben der in meiner ausführung nicht so ganz rüberkam. natürlich hat jeder das recht auf probleme hinzusweisen. aber wir tun so als würden nur wir das problem so sehen und die amerikaner hätten davon keinen blaßen schimmer. die amerikaner sind sich ihrer probleme durchaus bewusst. ich finde nur das wir nicht in der position sind zu urteilen was richtig und falsch ist denn in europa läuft es auch in kaum einem punkt optimal.

  13. Hannes Sagt:

    Nein, ich denke nicht, dass wir uns was unsere Probleme angeht hinter den Amerikanern verstecken müssen. Wir haben durchaus genug davon und teilweise sicher auch noch schwerwiegender aber wie gesagt: Mein Beitrag zielte allein auf die derzeitige Situation in den USA ab – ohne den Vergleich zu uns oder irgendeinem Land zu ziehen. Ich wollte es nicht ausufern lassen….

  14. Manu Sagt:

    Na dann haben wir ja alles geklärt :)