Ja, Jörg Haider ist tot, aber…

Montag, der 13. Oktober 2008, 23:34 Uhr von admin

…muss man sich so darüber freuen? Es ist ja nicht so, dass ich mit den Rechten in Österreich, noch sonst wo sympatisieren würde, aber ich finde es zeugt von einer gewissen Armut was im Moment in vielen Blogs los ist. Da wird sich teilweise ganz öffentlich gefreut, dass Jörg Haider bei einem Unfall ums Leben gekommen ist.

Muss das denn sein? Ich will auch nicht die Moralkeule schwingen, aber freut man sich über den Tod eines Menschen – auch wenn man ihn noch so sehr hasst? Wobei man ja auch sagen muss, dass man den Menschen eigentlich nicht hassen sollte – höchstens seine Meinung und seine Ideale die er vertritt.

War da nicht was mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung? Ich bin oft mit der Meinung von Menschen nicht einverstanden – und das geht uns allen so – aber ich würde alles dafür tun, dass sie sie wenigstens äußern dürfen.

Und meine Meinung ist es, dass man sich eben nicht freuen sollte wenn Jörg Haider stirbt – zumal er ja wohl eher ein Schaaf im Wolfspelz war.

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  1. Nachrichtenfluss » Blog Archive » Der Tod eines Politikers Sagt:

    [...] Metapher. Die anderen kritisieren ein letztes Mal seine Unmenschlichkeit. Und der dritte im Bunde kritisiert, dass manche sich über den Tod des Politikers freuen. Selbst nach seinem Tod ist Jörg Haider in [...]

  2. Danny Sagt:

    Auch wenn er ein sehr merkwürdiger Mensch war hast Du absolut recht.

    Manchmal ist es auch gar nicht so schlecht, wenn ein Mensch polarisiert und damit an sehr wichtige Dinge erinnert. Nichts ist schlimmer, als die schleichende Entpolitisierung des Volkes. Nur politisch gut informierte demokratische Menschen können über die Politik ihres Landes wirklich mit der Wahl entscheiden.