Kerb

Samstag, der 16. August 2008, 17:15 Uhr von admin

Kerb – was ist das eigentlich? Wikipedia sagt, das Kerb ein hessischer Begriff für Kirchweih sei, und man kann lesen:

Kirchweih wird seit dem Mittelalter als religiöses Fest anlässlich der Weihe einer christlichen Kirche gefeiert.

So weit so gut. Wikipedia sagt auch, dass der religiöse Kontext in den letzten Jahren eine immer untergeordnetere Rolle spiele. Das ist auch okay und ich persönlich habe damit auch weniger ein Problem. Ich finde Volksfeste – und seien sie noch so klein – völlig in Ordnung. Wäre da nicht dieses Geschwür am Arsch der Kerb: Die Kerbburschen und Kerbmädels… Sie organisieren eben diese Kerb und halten die Schilder der Traditionserhaltung und des Brauchtums hoch um ihr Tun zu rechtfertigen.

Schaut man sich diese Kerbgesellschaft an, so findet man Prolls und dickärschige Weiber die die Kerb dazu nutzen unter o.g. Deckmäntelchen sich in der Öffentlichkeit mal so richtig die Kante geben zu können und die Sau raus zu lassen. Laute Musik und Peinlichkeiten jeglicher Art gehören natürlich auch dazu, denn das Kerbvolk wird gerne auch mal außerhalb der Kerbzeit aktiv: Man geht gemeinsam feiern und sorgt “so richtig für Stimmung”, bietet bei örtlichen Feierlichkeiten dürftig einstudierte Showeinlagen und fröhnt gemeinsam dem Alkoholgenuss in der Öffentlichkeit.

So, nun nenne man mich Spaßbremse, Vollidiot oder wie auch immer, aber mir ist dieses Gehabe einfach zuwider. Wer laute Musik hören, sich betrinken und sich ein bisschen daneben benehmen möchte, der kann das auch so ganz gut – warum braucht man dafür dieses “Traditionsdeckmäntelchen”?

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  1. richard Sagt:

    spaßbremse… vollidiot! ;-)