Tonsillektomie – Tag 2: OP-Tag

Montag, der 31. März 2008, 15:33 Uhr von admin

Aufstehen um 08:10 Uhr, Duschen, Rasieren, Zähne putzen und anschließend in den tollen OP-Kittel schlüpfen. Ich werde von den Schwestern in den OP gefahren und muss noch ein paar Minuten im Vorraum warten.`Die Geräusche die aus dem OP kommen sind alles andere als beruhigend, aber watt mut, dat mut.
Ich werde in den OP gefahren, lege mich auf den OP-Tisch und werde festgeschnallt. Der Anästhesist fängt ohne etwas anzukündigen damit an die Braunüle zu legen und lässt auch sofort die Narkose beginnen. Er hätte wenigstens sagen können “Ich fange jetzt an” oder so… Nichts. Arsch!

Um 10:30 – eine Stunde nachdem ich aus dem Zimmer abgeholt wurde – wache ich auf. Ich bekomme Schmerzmittel per Infusion. Trotzdem habe ich Schmerzen im Mund. Vor allem die Zunge tut weh.
Wenige Minuten nachdem ich aufwache, bekomme ich einen Zimmernachbarn. Er kommt von Zuhause, kommt ins Zimmer, zieht sich um und wird ca. 30 Minuten darauf in den OP gebracht. Auch ihm werden die Mandeln entfernt. Er ist Franzose, spricht nur wenig Deutsch und macht einen leicht heruntergekommenen Eindruck. Eine weitere Stunde später wird er wieder zurückgebracht. Er HAT die “Scheiß-Egal-Pille” genommen. Man merkts. Von ihm hört man den ganzen Tag nicht viel mehr als ein gleichmäßiges Schnarchen, Gurgeln und Husten. Zwischendurch muss er mehrfach Blut ausspucken und geronnenes Blut abhusten… Zum Abendessen serviert man mir Toast, Schinken und Käse. Ich ziehe es jedoch vor noch nichts zu essen.

Mein Bruder und mein Vater besuchen mich, aber ich bin nicht in der Stimmung Besuch zu haben. Ich kann kaum sprechen, fühle mich als sei meine Zunge etwa 4 mal so dick wie sonst und habe Schmerzen. Die Nacht beginnt gegen 19:30 Uhr und ich schlafe immer nur für ca. 10-15 Minuten, da ich bei jedem Schlucken wach werde.

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Tonsillektomie – Tag 1: Ankunft

Sonntag, der 30. März 2008, 15:31 Uhr von admin

Heute um 16:00 Uhr war André so nett mich ins Krankenhaus zu fahren. Danke hierfür nochmal! Vom Zimmer bin ich angenehm überrascht. Hell, recht groß, schönes Bad und großer Balkon. “Nur” ein Fernseher für zwei, aber noch bin ich ja allein.
Später kommen noch Daniel, Sonja und Lydia zu Besuch und wir haben ein paar nette Momente auf dem Balkon in der Sonne. Wenn das Wetter schon so ist, muss man es ja genießen…

Am Abend kommt der Narkosearzt – auch Anästhesist genannt – um mit mir zu besprechen, wie die OP abläuft. Ich frage ihn ob ich auf die “Scheiß-Egal-Pille” verzichten kann, weil ich gehört habe, dass einem davon schlecht wird und man den ganzen OP-Tag in die Tonne treten kann. Nachdem er mir mehrfach ausweicht und erzählt, dass diese Pille SUPER-WICHTIG wäre habe ich ihn so weit, dass er sagt, dass eine Narkose auch ohne möglich sei und mache ihm klar, dass ich diese Pille nicht nehmen will. Er mault noch ein bisschen rum, akzeptiert es aber doch. Wenn man bekannten Ärzten trauen darf, ist diese Pille nur dazu da, dass man den Ärzten im OP vor der eigentlichen Narkose nicht das Ohr abkaut oder eben für Leute die WIRKLICH aufgeregt sind.

Am Abend werde ich beim Fern sehen von Geschrei gestört. Der Gute Mann aus dem Privatzimmer neben mir ruft um Hilfe. Ich ignoriere es, weil ich davon ausgehe, dass die Nachtschwester es wohl hören wird. Schließlich ist das Zimmer keine 5m vom Schwesternzimmer entfernt. Nach 10-15 Minuten stehe ich dann aber doch auf und alarmiere die Schwester. Sie war mit der Kollegin der Nachbarstation rauchen und hatte den Herren der aus dem Bett gefallen war nicht gehört. Okay…

Die Nacht verläuft ruhig. Ich schlafe gut – bin ja noch allein im Zimmer.

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Ich gebs ja zu:

Samstag, der 8. März 2008, 13:04 Uhr von admin

Im Moment ist hier sehr wenig los. Eigentlich sogar garnichts. Ich schaue meinem Umzug am kommenden Wochenende entgegen und lasse auf mich zukommen was danach auf mich zukommt.

Zu Bloggen habe ich im Moment nicht so wirklich Lust. Das liegt glaube ich an meine momentanen Grundstimmung, die ich aber inzwischen glaube ich ganz gut überspielen kann. Arbeit, Schule und restlicher Alltag sei Dank.

Die Zwischenprüfung ist zurück und es ist besser gelaufen, als ich gehofft hatte. Drei Teilbereiche, zwei davon mit sehr gut, einer mit gut. Ich denke damit kann ich ganz gut leben.

Demnächst habe ich Urlaub – aber irgendwie ist es komisch. Der Grund sich auf den Urlaub zu freuen fehlt mir doch sehr. Im Prinzip könnt ich mir den Urlaub schenken. Ist eh nur eine Woche. Trotzdem werde ich voraussichtlich drei Wochen Zuhause bleiben – Krankenhaus sei Dank. Auch wenn ich “nur” eine Woche im Krankenhaus sein werde. Das erste Mal in meinem Leben. Und ich habe zwar keine Angst, aber ich fühle mich trotzdem komisch dabei. mal sehen…

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